Cheyenne
geboren am 01.September 2001

Mit diesem Foto haben wir Cheyenne im Internet entdeckt
Cheyenne haben wir auf der Homepage von der Staffordshire-Hilfe
gesehen.
Eigentlich heisst sie "Peppels", wir haben sie aber umgetauft. Spätere Recherchen
von mir haben ergeben, dass sie bei einer Züchterin in Polen geboren wurde,
in Polen platziert wurde, gestohlen wurde und dann auf dubiosen Wegen nach
Deutschland kam.
Wieso so ein lieber kleiner Hund im Welpenalter ausgesetzt wird, begreift
vermutlich kein Hundefreund, aber es ist so. Sie wurde Ende Dezember 01
aufgegriffen, kam ins Tierheim und wurde erst einmal aufgepäppelt. Als wir
ihre Fotos und ihr Video gesehen hatten, waren wir uns sicher, dass sie
zu unserem Rudel gehört. Ich habe dann ein Mail an Christine Prochnow gesendet
und damit kam der Stein ins Rollen.
Cheyenne in Berlin in ihrem Zwinger
Nach kurzer Zeit erhielten wir einen Telefonanruf aus Berlin. Uns wurden
diverse Fragen gestellt, denn Christine gibt ihre Hunde nur an ausgewiesen
gute Plätze ab. Der erste Eindruck von uns war wohl gut denn es wurde eine
Vorplatzkontrolle abgemacht. Diese hat sich dann erübrigt, denn die Frau
die unseren Platz kontrollieren sollte kannte uns und unsere Hunde bereits.
Eine Woche später fuhren wir mit dem Auto und unseren drei Hunden erwartungsvoll
nach dem 900 km entfernten Berlin um Cheyenne zum ersten mal live zu sehen.
Bei uns Zweibeinern war es Liebe auf den ersten Blick, bei unseren Hunden
brauchte es noch ein paar Blicke mehr.
Wir durften Cheyenne mitnehmen und fuhren als stolze Besitzer von einem
weiteren Hund wieder Richtung Schweiz.
Cheyenne ist ein Goldstück und wir haben noch keine Minute bereut, dass
wir diesem Baby einen Platz im Rudel angeboten haben.
Cheyenne im neuen Heim
Nun waren wir mit unserem Baby zu Hause angekommen. Wir sind zur Haustüre
herein gekommen und wurden gleich von den Katzen begrüsst. Cheyenne hat
kurz die Nase in das Fell vom Perser gesteckt und diesen für gut befunden.
Moritz unser Hauspanther war vorher wieder weg. Er hat Cheyenne, zwei oder
drei mal eine geklebt, dabei aber die Krallen nicht ausgefahren. Jetzt ist
auch unter diesen beiden alles geklärt. Cheyenne findet die beiden Katzen
ganz toll und es ist für sie wunderbar, wenn sie ihnen die Ohren putzen
darf :-)
Von der ersten Woche an sind wir mit ihr in die Hundeschule gegangen. Sie
hat am Hundesport Spass und lernt schnell. Ich denke wir werden noch viel
zusammen unternehmen.
Zu Hause hat sich Cheyenne als einen angenehmen, ruhigen Welpen entpuppt.
Wenn wir genügend spazieren und spielen waren, liebt sie es, irgendwo mit
Chiara auf einem Sofa liegen zu können und zu schlafen.
Cheyenne an ihrem 2. Tag bei uns zu Hause
Cheyenne's Ohren
Noch etwas zu den Ohren von Cheyenne.
Es geht hier überhaupt nicht um die Frage schön oder nicht schön. Tatsache
ist, dass die Ohren von Cheyenne, als sie wenige Wochen alt war, coupiert
wurden.
Wir, wie auch das Tierheim in Deutschland können nichts dafür und Ohren
ansetzen geht leider nicht.
Coupieren ist in Deutschland, Schweiz und
vielen anderen Ländern gesetzlich verboten und wird strafrechtlich verfolgt.
Das Ohr ist ein Körperteil vom Hund, an dem er extrem schmerzempfindlich
ist. Wenn Ihr Euch selber in den Finger geschnitten habt, dann ist der Schnitt,
die eine Sache, aber man merkt das ganze auch 1 - 2 Tage, vielleicht sogar
Wochen, später noch. Wie muss sich der Hund wohl fühlen, denn er weiss ja
nicht wieso es ihm weh tut? Cheyenne merkt heute nichts mehr davon und man
hat auch nicht unbedingt das Gefühl, dass es sie stört, ausser es regnet,
dann versucht sie krampfhaft die Ohren anzulegen, damit es nicht hineinregnet.
Leider klappt das mit ihren Ohren nicht, da sie zu klein sind. Ich denke
ein natürliches Stehohr ist das beste, was einem Hund passieren kann, aber
ein coupiertes Ohr hat nie die selbe Funktion
Cheyenne hatte insofern Glück, dass man im Februar 2002 coupierte Hunde
noch in die Schweiz importieren durfte. In der Zwischenzeit geht das nicht
mehr, auch wenn es ein Tierschutzfall ist, der ein neues Plätzchen bräuchte.
Die Schweizer sind da sehr strickte und man wird für so einen Hund leider
keine Bewilligung mehr bekommen.
Cheyenne heute
Cheyenne bei uns im Garten im Frühling 2006
Cheyenne hat sich zu einer tollen Hündin entwickelt, sie ist unser Powerpacket. Ich habe mit ihr lange Hundesport betrieben und zuletzt auf Agility umgestellt, was ihr enormen Spass bereitete. Leider achtet sie nicht sehr auf sich und springt über jedes Hinderniss ohne Rücksicht auf Verluste. Das hat ihr schon ein paar Termine beim Chiropraktiker eingebracht. Da ich der Meinung bin das Sport nicht Mord sein sollte, habe ich damit aufgehört, denn es kann nicht angehen, dass ich ein Dauerabo beim Tierarzt habe nur wegen ein bisschen Agility.
Cheyenne im Frühling 2007 mit 5,5 Jahren

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